Wie weit trägt
ein Ton?
Wir sind neun Schüler aus Oldenburg und bauen einen Minisatelliten in der Größe einer Getränkedose. Eine Rakete bringt ihn auf rund 700 Meter. Auf dem Weg nach unten hört er zu: Ein Signalhorn am Boden sendet Töne, und wir wollen wissen, ab welcher Entfernung unser CanSat sie trotz Fahrtwind erkennt.
Countdown · Startkampagne
15. März 2027
Startkampagne in Bremen · 15. bis 19. März 2027
Steckbrief · Stand Oktober 2026
- Team
- 9 Schüler, Jahrgang 11 und 12
- Schule
- Herbartgymnasium Oldenburg
- Betreuung
- Kerstin Rolfes
- Starthöhe
- ca. 700 m, per Rakete
- Sinkrate
- ca. 11 m/s am Fallschirm
- Mikrofon
- ICS-43434, 16 000 Werte/s
- Messungen
- Luftdruck, Temperatur, Schall
- Start
- Startkampagne März 2027
Versuchsaufbau
Ein bekannter Ton, ein fallendes Mikrofon
Signalhorn
Am Boden sendet ein elektrisches Schiffshorn mit 125 dB mehrere Tonblöcke. Ein Mikrocontroller schaltet es und speichert jeden Block mit GPS-Zeit.
CanSat
Das Mikrofon nimmt den ganzen Sinkflug auf. Barometer und GPS liefern Höhe und Position, ein Beschleunigungssensor zeigt Pendeln und Drehen.
Auswertung
Per FFT suchen wir den Ton in der Aufnahme und vergleichen Tonblöcke mit den Pausen. So finden wir die Entfernung, ab der er zuverlässig auftaucht.
Lärm wird meistens berechnet
Durch Oldenburg fahren immer mehr Güterzüge Richtung Wilhelmshaven, in Ganderkesee und Hude sind Windparks geplant. Wie viel Lärmschutz gebaut wird, hängt vor allem von berechneten Pegeln ab. Für Windräder wurde das Rechenverfahren 2017 geändert, weil Messungen gezeigt hatten, dass die alte Rechnung den Schall in größerer Entfernung unterschätzt.
Wir machen keine Lärmprognose. Wir messen, wie sich ein bekannter Ton zwischen Boden und 700 Metern Höhe ausbreitet. Ein Mast wäre dafür zu kurz, eine Drohne zu laut.
Projekttagebuch
Kontakt
Presse, Fragen oder Unterstützung: cansat2026@hgo-ol.de. Code und Messdaten veröffentlichen wir auf GitHub. Neues aus der AG gibt es auf Instagram: @hoerbart.
