Wie weit trägt
ein Ton?

Wir sind neun Schüler aus Oldenburg und bauen einen Minisatelliten in der Größe einer Getränkedose. Eine Rakete bringt ihn auf rund 700 Meter. Auf dem Weg nach unten hört er zu: Ein Signalhorn am Boden sendet Töne, und wir wollen wissen, ab welcher Entfernung unser CanSat sie trotz Fahrtwind erkennt.

Countdown · Startkampagne

15. März 2027

Startkampagne in Bremen · 15. bis 19. März 2027

Abb. 1 · Erster Feldversuch, 1. Oktober 2026Airhorn 109 dB am Boden · Mikrofon 17 m darüber · Regen
Messung vom 1. Oktober 2026: Beim Einsetzen des Airhorns um 15:13:50 springt die lauteste Frequenz von unter 100 Hz auf 668 bis 680 Hz, der Pegel steigt um bis zu 16 dB. 50 100 500 1k 5k Lauteste Frequenz (Hz) -10 0 +10 +20 Pegel gegenüber Hintergrund (dB) 15:13:40 15:13:45 15:13:50 15:13:55 15:14:00 668–680 Hz +16 dB Airhorn an, 15:13:50
Der ESP32 auf der Dachterrasse zerlegt das Mikrofonsignal etwa zwölfmal pro Sekunde in seine Frequenzen. Vor dem Ton dominiert Wind- und Regenbrummen unter 100 Hz. Für 2,6 Sekunden springt die lauteste Frequenz auf 668 bis 680 Hz, der Pegel liegt bis zu 16 dB über dem Hintergrund. Rohdaten: capture_2026-10-01_15-12-10.txt

Steckbrief · Stand Oktober 2026

Team
9 Schüler, Jahrgang 11 und 12
Schule
Herbartgymnasium Oldenburg
Betreuung
Kerstin Rolfes
Starthöhe
ca. 700 m, per Rakete
Sinkrate
ca. 11 m/s am Fallschirm
Mikrofon
ICS-43434, 16 000 Werte/s
Messungen
Luftdruck, Temperatur, Schall
Start
Startkampagne März 2027

Versuchsaufbau

Ein bekannter Ton, ein fallendes Mikrofon

Signalhorn

Am Boden sendet ein elektrisches Schiffshorn mit 125 dB mehrere Tonblöcke. Ein Mikrocontroller schaltet es und speichert jeden Block mit GPS-Zeit.

CanSat

Das Mikrofon nimmt den ganzen Sinkflug auf. Barometer und GPS liefern Höhe und Position, ein Beschleunigungssensor zeigt Pendeln und Drehen.

Auswertung

Per FFT suchen wir den Ton in der Aufnahme und vergleichen Tonblöcke mit den Pausen. So finden wir die Entfernung, ab der er zuverlässig auftaucht.

Lärm wird meistens berechnet

Durch Oldenburg fahren immer mehr Güterzüge Richtung Wilhelmshaven, in Ganderkesee und Hude sind Windparks geplant. Wie viel Lärmschutz gebaut wird, hängt vor allem von berechneten Pegeln ab. Für Windräder wurde das Rechenverfahren 2017 geändert, weil Messungen gezeigt hatten, dass die alte Rechnung den Schall in größerer Entfernung unterschätzt.

Wir machen keine Lärmprognose. Wir messen, wie sich ein bekannter Ton zwischen Boden und 700 Metern Höhe ausbreitet. Ein Mast wäre dafür zu kurz, eine Drohne zu laut.

Kontakt

Presse, Fragen oder Unterstützung: cansat2026@hgo-ol.de. Code und Messdaten veröffentlichen wir auf GitHub. Neues aus der AG gibt es auf Instagram: @hoerbart.